Am Anfang war Peetu vielleicht noch einer unter vielen Nachwuchsfahrern aus Finnland, die versuchten, den Sprung von den heimischen Eiskickern in internationale Rankings zu schaffen. 2010 ist ihm dies nicht nur aufgrund der letzten beiden TTR-Gesamtsiege und einer olympischen Silbermedaille in der Pipe, sondern auch mit dem Gesamtsieg in der Burton Global Series gelungen. Nachdem er 2009 sowohl beim Air & Style Big Air als auch in der Quarterpipe jeweils Zweiter wurde, zählt er auch dieses Mal zu den Favoriten. Und keine Sorge, spätestens bei der After-Show-Party taut der anfangs schüchterne Finne auf!
Dass Iouri russische Wurzeln hat, ist bei seinem Namen leicht zu erraten. Aufgewachsen ist „I-Pod“ allerdings in der Schweiz, für die er bei den Olympischen Spielen in Vancouver auf Platz vier fuhr. 2010 gab er vor allem in der Pipe Gas und fuhr sowohl beim O’Neill Evolution, den Canadian Open und den New Zealand Open ganz oben aufs Treppchen. Aber auch beim Air & Style sollte man ihn nicht unterschätzen, 2009 wurde er immerhin vierter. Die Partymaschine ist immer für eine Überraschung gut – nicht nur, wenn er zu einer Vernissage in Zürich mit seinen eigenen Fotografien einlädt (unter anderem waren Highheels zu sehen). Hopp Schwiiz!
Werni Stock gehört in die Berge. Ob im Winter auf dem Snowboard oder im Sommer als Mountainbike-Guide im heimischen Zillertal. Die Zeiten, in denen er seinem Bruder dessen Snowboard geklaut hat, sind natürlich längst Vergangenheit. Letzte Saison hat der sympathische junge Mann mit den Pirates für Hooked sowie mit Hot Zone und den Ästhetikern gefilmt und ganz Österreich drückt ihm für den Air & Style die Daumen
Wer so gut Pipe fährt, wäre eigentlich schon ausreichend mit Talent gesegnet. Unverschämterweise gibt Markus, der sich selbst als ruhig und etwas schüchtern beschreibt (kein Wunder, er ist schließlich Finne), aber nicht nur ebenfalls auf Quarterpipes, sondern auch auf Kickern anständig Gas. Seit diesem Jahr ist er mit der Schule fertig und konzentriert sich jetzt voll aufs Snowboarden – und auf seinen Ausflug zum Event. In Sachen Airtime und Style wird es also einiges zu sehen geben.
Finnland sorgt beständig für Nachschub an hochkarätigen Snowboardern. Umso aussagekräftiger ist es, dass Janne 2010 den Titel der Finnish Snowboarding Championships im Slopestyle geholt hat – denn die Konkurrenz war enorm. Nach seinem Sieg beim O’Neill Evolution Slopestyle 2009 hat der ruhige Finne spätestens jetzt bewiesen, dass er nicht nur hervorragend Pipe fahren kann und man sich auch außerhalb seiner Landesgrenzen warm anziehen sollte, wenn er an den Start geht.
Sebastien Toutant, a.k.a. Seb Toots, hatte 2010/11 seine bisher erfolgreichste Saison. Alleine die Siege beim X-Games Slopestyle in Aspen und natürlich beim Air & Style in Peking zeigen wie gut der 19 jährige Kanadier ist. Inzwischen zählen auch Triple Corks zu seinem Repertoire, wobei bei Seb der Style nie zu kurz kommt. Wer jetzt denk dass Seb eine reine Contest Maschine ist, sollte sich unbedingt seinen Online Part anschauen, ein Banger nach dem anderen!
Wer Seppe Smits snowboarden sieht, der verkneift sich Belgierwitze. Der ehemalige Juniorenmeister im Big Air gewann gleich sein Debut bei der Billabong Air & Style Rookie Challenge 2009 mit einem Backside 1260. Diesen Erfolgskurs setzte er mit einem zweiten Platz beim Air & Style in Peking fort.
Sage Kotsenburg kommt aus einer 100%igen Snowboardfamilie. Nicht nur mit seinem Bruder Blaze geht er oft zusammen fahren, sogar die Eltern stehen selbst auf dem Brett und managen, filmen und unterstützen ihn wo es nur geht. Das zahlt sich aus, denn der junge Amerikaner holte sich bereits bei X-Games in Aspen den dritten Platz im Big Air und wurde ebenfalls dritter im Slopestyle bei der Arctic Challenge 2011. Kaum zu glauben, dass er Höhenangst hat, so wie er sich regelmäßig rauslässt!
Wenn man auf isländischen Vulkanen snowboarden geht und von dort aus die Wale im Meer auftauchen sieht, kann ja nichts mehr schief gehen. Inzwischen reist Halldor um die Welt, holte bei den X-Games in Aspen 2010 mal eben den perfekten Score (3x100 Punkte) und filmte letzte Saison für Standard Films „TB20“. Zu Hause fühlt er sich vor allem auf Rails und Kickern, was er vergangene Saison beim Air&Style in München mit einem dritten Platz unter Beweis stellte.
Wäre Christian Haller ein Rennpferd, solltet ihr auf ihn setzen. Okay, jetzt vergesst das Pony wieder und denkt lieber an seinen Heimatort, das schöne Davos, wo „Hitsch“ mit 8 Jahren zu shredden anfing. Seitdem hat er nicht nur unzählige Events gewonnen, wie 2010 den Slopestyle der New Zealand Open oder den Pipe-Bewerb des O’Neill Evolution 2011 bei sich daheim. Trotzdem hat er – außer auf dem Brett – nie einen Höhenflug und ist ein verdammt cooler Kerl, dem man auch beim Air & Style gerne die Daumen drückt.
Nils Arvidsson, der mit vollem Namen Nils Sture Sigurd Olov Leopold Arvidsson heißt, ist ein eher ruhiger Zeitgenosse der eher durch stylische FS 1440 Shifties als große Worte auf sich aufmerksam macht. Herr Arvidsson ist keineswegs ein Air & Style Neuling, nachdem er in der vergangenen Saison bereits bei den Air & Style Events in Innsbruck. Dabei verpasste er das Podium nur um Haaresbreite und wurde Vierter. Dass Nils aber auch im Backcountry abgehen kann, beweist sein Part in „Welcome Home II“.
Obwohl sein Name nicht unbedingt deutsche Wurzeln vermuten lässt, ist Ethan die Zukunft des Snowboardens made in Germany. Nach seinen Parts in Isensevens „Kaleidoscope“ und dem diesjährigen Nike „The Vapen Session“ Movie ist man auch international überzeugt, dass dieser kleine Mann ganz groß rauskommen wird.